Rechner
Gute Allround-Wahl. Funktioniert am besten bei ähnlichen Distanzen. — z.B. 10K → Halbmarathon
Besser wenn sich die Distanzen stark unterscheiden. Berücksichtigt die Geschwindigkeit bei kurzen Rennen. — z.B. 1 Meile → Marathon
So funktionieren Formeln zur Wettkampfvorhersage
Die Vorhersage von Wettkampfleistungen ist sowohl Wissenschaft als auch Kunst. Unsere Rennvorhersage nutzt zwei der anerkanntesten mathematischen Modelle der Sportphysiologie — Riegel und Cameron —, um deine möglichen Zielzeiten auf Basis eines aktuellen Ergebnisses zu schätzen.
Die Riegel-Formel (T2 = T1 × (D2/D1)^1,06) geht davon aus, dass deine aerobe Kapazität mit zunehmender Distanz relativ konstant bleibt. Sie ist der Goldstandard für Vorhersagen zwischen 5K und Marathon.
Die Cameron-Formel führt einen Distanz-Korrekturfaktor ein. Dave Cameron analysierte Tausende von Wettkampfergebnissen und stellte fest, dass manche Läufer mit zunehmender Distanz stärker 'einbrechen' als andere. Dieses Modell ist häufig genauer für Läufer, die von sehr kurzen Distanzen (etwa 1 Meile) auf den Marathon wechseln.
Beide Formeln setzen voraus, dass du nahe an deiner maximalen Anstrengung auf einem flachen Straßenkurs unter normalen Bedingungen gelaufen bist. Sie berücksichtigen weder Hitze noch Höhe oder die kumulative Ermüdung aus hartem Training. Nutze die Vorhersagen als realistische Zielmarken und passe sie dann an die konkreten Bedingungen deines bevorstehenden Wettkampfs an.
Wie funktioniert das?
Warum ist meine vorhergesagte Marathonzeit so viel schneller als meine tatsächliche Bestzeit?
Die Formeln setzen voraus, dass du das für die Zieldistanz nötige spezifische Training absolviert hast. Ein 5K in 20 Minuten sagt einen Marathon unter 3:10 voraus — aber nur, wenn du die nötige Grundlagenausdauer und den entsprechenden Umfang aufgebaut hast.
Sollte ich für meine Vorhersage Riegel oder Cameron verwenden?
Nutze Riegel für Vorhersagen zwischen Distanzen mit ähnlichem aeroben Anspruch (10K → Halbmarathon, Halb → Marathon). Nutze Cameron für Vorhersagen von kurzen Distanzen (5K oder 1 Meile) auf deutlich längere, da Cameron die größere Rolle der Schnelligkeit bei kurzen Wettbewerben berücksichtigt.
Wie genau sind Formeln zur Wettkampfvorhersage?
Bei gut trainierten Läufern und benachbarten Distanzen (10K → Halb, Halb → Marathon) liegt die Genauigkeit typischerweise bei 2–5 %. Sie nimmt ab, je größer der Abstand zwischen bekannter und Zieldistanz wird. Umgebungsfaktoren wie Hitze, Steigungen und Ermüdung werden nicht modelliert — betrachte die Vorhersage immer als Ausgangspunkt, nicht als Garantie.